Inbetriebnahme - Bauanleitung zur Induktiven Heizung



ACHTUNG: Die blau markierten Abschnitte gelten NICHT für Gary's Teilesatz mit der fertig vorbereiteten Mechanik!

ACHTUNG: Die grün markierten Abschnitte gelten AUSSCHLIESSLICH für Gary's Teilesatz mit der fertig vorbereiteten Mechanik!



Die induktive Heizung ist allein zum Beheizen von Einspritzdüsen und Stahl-Hochdruckteilen von Einspritzpumpen eines kalten Pkw-Dieselmotors entwickelt worden. Niemals die Schaltung oder die Bauteile der Schaltung ändern, im Fehlerfall nur durch identische Teile ersetzen. Der Bausatz wurde zum Selbstkostenpreis zusammengestellt und die Verfasser verfolgen keine kommerziellen Absichten. Die Verfasser übernehmen keinerlei Gewähr für Aufbau, Funktion und sachgemäßen Betrieb. Der Käufer betreibt die induktive Heizung auf eigenes Risiko und ist somit selbst für einen ordnungsgemäßen Einsatz und evtl. entstandene Schäden verantwortlich.


WARNHINWEIS: Es liegen keine Erfahrungen über das Beheizen von Einspritzdüsen oder Einspritzpumpen mit eingebauten elektronischen Gebern oder Aktoren vor. Durch von der induktiven Heizung induzierte Spannungen können diese oder das/die angeschlossene(n) Steuergerät(e) beschädigt werden.


Hallo, lieber Pöler !

Nun liegt er also vor Dir, der Teilesatz für die induktive Heizung. Bevor Du nun mit dem Zusammenbau beginnst, solltest Du diese Anleitung aufmerksam und vollständig lesen, damit Du das benötigte Werkzeug schon griffbereit hast und den Aufbau schon mal gedanklich nachvollziehst. Außerdem solltest Du etwas mechanisches Geschick haben, gut mit dem Lötkolben umgehen können und Erfahrung im Aufbau von elektronischen Schaltungen haben. Im Zweifelsfall lieber einen Freund mit Erfahrung kontaktieren.


Zunächst mußt Du einige Löcher bohren. Dazu brauchst Du eine Ständerbohrmaschine, einen Satz scharfe Metallbohrer, einen Senker oder größeren Bohrer zum Entgraten sowie eine Reißnadel zum Markieren der Bohrlöcher, einen spitzen Körner und etwas (P)öl zum Schmieren beim Bohren.


Du legst jetzt den Alu-Winkel mit dem langen Schenkel flach auf den Tisch und stellst die Platine hochkant an die Außenseite des nun senkrecht stehenden kurzen Schenkel. Die Platine muß mit ihrer Oberseite am Winkel anliegen, und zwar mit der Teil der Platine mit den Transistoren als Bestückungsaufdruck. Nun mit der Reißnadel die Bohrungen in der Platine (6 Stück) auf den Alu-Winkel übertragen. Die 6 Markierungen ankörnen und mit der Ständerbohrmaschine unter Zugabe von Pöl sorgfältig mit einem 3 mm Bohrer durchbohren. Mit dem Senker vorsichtig entgraten, dabei nicht tiefer als ca. 0,5 mm ansenken. Den Winkel säubern und vom Pöl befreien.


Nun den Alu-Winkel mit der Platine provisorisch mit 2 außenliegenden Schrauben M3 verschrauben. Die Schrauben von "unten" einsetzen, die Muttern müssen auf dem Alu-Winkel liegen.


Den Verbund aus Platine und Winkel mit sichtbarer Platinenoberseite in das Alu-Gehäuse legen und mittig ausrichten. Der Alu-Winkel muß mit dem langen Schenkel die Seitenwand des Gehäuses berühren. Jetzt die 2 Bohrungen an den vorderen Ecken der Platine auf den Gehäuseboden übertragen, Platine mit Winkel rausnehmen und die Löcher 3mm bohren und entgraten.


Auf der Gehäusewand, an der der Aluwinkel anliegt, noch zwei 5 mm Löcher anbringen, und zwar ca. 20 mm von der Oberkante und je ca. 30 mm von der Mitte der Wand entfernt. Diese Löcher dienen zur Befestigung des Aluwinkels.


Zwei Schrauben von außen durch die soeben gebohrten 3 mm Löcher stecken, von innen die Distanzröllchen aufschieben. Jetzt die Platine mit Winkel wieder einlegen, Schrauben durch die Löcher der Platine fädeln und jeweils eine Mutter M3 von oben handfest aufdrehen.


Den Aluwinkel plan an die Gehäusewand andrücken (Aluwinkel darf jetzt nicht überstehen, falls doch evtl. die Distanzröllchen kürzen), und die 5 mm Bohrlöcher auf den Winkel übertragen. Löcher in den Winkel bohren, dann nochmal alles zusammenschrauben und schauen ob alles paßt. Achtung: Der Gehäusedeckel muß auch noch draufgehen !


Je nach Einbausituation im Fahrzeug müssen jetzt noch die Löcher für die Kabeldurchführungen und die Befestigung des Gehäuses gebohrt werden. Dazu einen passenden Platz aussuchen, es dürfen keine wärmeempfindlichen oder vibrierende Teile (Motor) als Montagefläche benutzt werden. Der optimale Platz ist irgendwo zwischen Autobatterie und Einspritzdüsen, also z.B. am Kotflügel innen, dem Batteriehalteblech oder der Spritzwand. Wenn keine ausreichend große ebene Fläche zur Verfügung steht, muß evtl. noch ein Halteblech, Winkel o.ä. besorgt werden ! Der Montageplatz sollte außerdem vor Spritzwasser geschützt sein, also bitte nicht direkt hinter dem Kühler !


Jetzt die 5 Löcher für die Knickschutztüllen in die Seitenwände und die Befestigungslöcher in den Gehäuseboden bohren. Die Befestigungslöcher dürfen nicht unter der Platine liegen und müssen gut erreichbar sein ! Die Knickschutztüllen müssen sich ohne Kraftaufwand bis zum Anschlag einziehen lassen. Bei dicken Kabeln evtl. etwas größer bohren.


So, das war der mechanische Teil. Nun kommen wir zur Bestückung der Platine. Dazu erst den Aluwinkel von der Platine abschrauben, sodaß die nackte Platine vor Dir liegt.


Zunächst bestückst Du die 3 Widerstände:


R1, R4 = 33 Ohm (Farbcode orange-orange-schwarz)


R2 = 1 Kiloohm (Farbcode braun-schwarz-rot)


Dann kommt das Trimmpoti (R3) dran und der kleine Kondensator C1.


Bei der Diode D1 muß die Einbaurichtung beachtet werden. An einem Ende des Glasgehäuses befindet sich ein Ring, dieser muß nach links zeigen (siehe auch Bestückungsaufdruck).


Jetzt kommt die IC-Fassung dran. Mit der ausgesparten Seite nach links einlöten (falls falsch herum: auch nicht schlimm, lieber drin lassen als auslöten und umdrehen). Aufpassen, daß Du keine Kurzschlüsse zwischen den Beinchen fabrizierst.


Der Elko C2 hat eine Polaritätsmarkierung (meist ein breiter Strich als Minus-Seite). Die Minus-Seite muß in Richtung der Klemmenleiste zeigen, die Plusseite Richtung Transistoren.

Die 4 Stück 2fach-Klemmen zusammenstecken und mit der offenen Seite nach vorn einlöten. Hierbei nicht zu sparsam mit dem Lötzinn sein.


Jetzt drei M5-Schrauben von unten durch die Platine stecken, von oben je eine M5-Unterlegscheibe drauf und mit je einer Mutter und Schraubenschlüssel gut festziehen.


Die Beinchen der 4 Transistoren mit einer Flachzange am Ansatz der Verjüngung um 90 Grad nach hinten biegen, sodaß sie korrekt auf dem montierten Aluwinkel liegen und die Beinchen in die Platine passen.


Jetzt die Unterseiten der 4 Transistoren säubern und mit etwas Wärmeleitpaste aus der Spritze dünn und gleichmäßig (über die ganze Fläche) bestreichen. Je eine Glimmerscheibe darauflegen und vorsichtig anhaften. Das Loch in der Glimmerscheibe muß natürlich über dem Loch im Transistor zu liegen kommen. Jetzt wieder dünn und gleichmäßig Wärmeleitpaste auf die angehefteten Glimmerscheiben streichen. Immer auf staubfreie Oberflächen achten, jedes Körnchen verschlechtert den Wärmeübergang!


Nun den Aluwinkel mit den 2 Schrauben für den Thermoschalter auf der Platine montieren. Nun den Aluwinkel auf die Platine setzen und mit den vier M3-Schrauben für die Transistoren verschrauben. Die Beinchen der Transistoren vorsichtig in die Platine fädeln und auf den Aluwinkel aufsetzen. Dabei aufpassen daß die Glimmerscheiben sich nicht verschieben. Jetzt von der Unterseite her eine M3-Schraube durchstecken. Von oben einen Isoliernippel über die Schraube schieben, und zwar mit dem breiten Ring nach oben, die schmale Unterseite des Iso-Nippels kommt dann automatisch zwischen das Gewinde der Schraube und der Bohrung im Transistor. Darauf eine M3-Unterlegscheibe und eine M3-Mutter. Die Mutter gut anziehen, dabei quillt die Wärmeleitpaste seitlich heraus. Darauf achten, daß sich beim Festdrehen nichts mitdreht.


Mit einem Durchgangsprüfer testen, ob die Transistoren gegen den Aluwinkel isoliert sind: Dabei zwischen Alu-Winkel und der Kühlfahne der Transistoren messen. Falls irgendwo Kontakt besteht, nochmal auseinandernehmen und insbesondere den Iso-Nippel prüfen.


Die Transistoren festlöten. Dabei reichlich Zinn verwenden.


Den Thermoschalter mit zwei Schrauben + Muttern M3 festdrehen, dabei Schrauben von unten einsetzen.


Zwischen den Transistoren, der Klemmenleiste und den M5-Bolzen fließen sehr hohe Ströme. Daher zum Schluß die blanken Leiterbahnen mit blankem Kupferdraht mit mind 1,5 mm Querschnitt verstärken. Der starre Draht liegt dem Bausatz bei, natürlich vorher abisolieren. Den Draht passend biegen und unter reichlich Zinnzugabe flach auflöten. Die Enden des Drahtes müssen bis unmittelbar zum Bauteilanschluß bzw. Schraubenkopf führen.


Die Schraubenköpfe der M5-Schrauben rundum festlöten. Es dauert etwas, bis der Schraubenkopf das Lötzinn annimmt, evtl. größere Lötspitze verwenden.


Jetzt hat Du es fast geschafft. Schau Dir Dein Werk nochmal genau an: Sind alle Lötverbindungen optisch ok ? Eine matte Zinnoberfläche deutet oft auf eine kalte Lötstelle hin. Hast Du aus Versehen irgendwo einen Kurzschluß fabriziert ? Bitte entferne alle Zinnspritzer und die Flußmittelkleckse mit Spritus o.ä. Wie die fertig verlötete und gereinigte Platine aussehen sollte, siehst Du hier.


Ca. 10 cm von der dünnen Zwillingslitze abschneiden, alle 4 Enden abisolieren, das eine Ende der Zwillingslitze verzinnen, an das andere Ende zwei 0,75 mm Aderendhülsen montieren. Wenn Du keine passende Quetschzange hast, geht es zur Not auch mit einer Kombizange. Die verzinnten Enden an die Kontakte des Thermoschalters löten, die andere Seite an die mit "TH" wie "Thermoschalter" bezeichneten Klemmen der Klemmenleiste anschliessen. Das Kabel sollte weder die Transistoren noch den Aluwinkel berühren.


Die gereinigte Lötseite (Unterseite) der Platine dünn mit Plastikspray einsprühen (Kontakt-Chemie Plastik 70, Klarlack aus der Dose, bitte kein wasserhaltiger Öko-Lack, zur Not geht auch Haarspray) und gut trocknen lassen. Keinen farbigen Lack verwenden!


Das IC in die Fassung einstecken, und zwar mit seiner Beschriftung in gleicher Richtung wie der Bestückungsaufdruck. Dabei mit einer Hand den Masse-Bolzen berühren und gleichzeitig das IC einstecken. So kann sich keine statische Elektrizität aufbauen, die sonst evtl. den Chip killt.


Die fertig montierte Platine nun in das Gehäuse einbauen. Dazu die Rückseite des Alu-Winkels (die Fläche, die am Gehäuse anliegt) dünn mit Wärmeleitpaste bestreichen. Besonders die M5-Schrauben am Aluwinkel gut festziehen. Das Ganze nun am vorgesehenen Platz im Fahrzeug montieren.


Das dicke rote und schwarze Kabel geht von der Schaltung direkt zur Autobatterie. Passend ablängen, die Enden abisolieren. An je einem Ende der Kabel die Ringöse montieren. Zur Sicherheit bitte die Quetschverbindung nachlöten. Dafür reichlich Zinn zwischen die Kupferlitze und die gequetschte Öse laufen lassen.


Die Anschlußkabel zur Batterie dürfen keinesfalls länger als 1 Meter sein, sonst nimmt die Elektronik Schaden. Also notfalls eine zweite Batterie ins Fahrzeug bauen oder einfach die "Heizkabel" zu den Düsen entsprechend verlängern.


Auf den Masseanschluß (M5-Bolzen in der Mitte der Platine) über die bereits angezogene Mutter eine M5-Unterlegscheibe stecken, dann die Ringöse mit dem schwarzen Kabel aufstecken, darauf eine Unterlegscheibe und eine Mutter. Gut festziehen. Das Kabel durch eine Knickschutztülle nach außen führen.


Die Mutter des rechten Bolzens für die Streifensicherung lösen und die Unterlegscheibe entfernen. Die Ringöse mit dem roten Kabel auf den Bolzen stecken, darauf wieder die Unterlegscheibe und die Mutter. Gut festziehen. Auf beide Bolzen je eine Unterlegscheibe legen, dann die 40-Ampere-Streifensicherung einsetzen. Darauf wieder je eine Unterlegscheibe und je eine Mutter. Gut festziehen und das Kabel durch eine Tülle nach außen legen.


Zum Anschluß an die Batterie sind dem Bausatz m.W. keine Teile beigefügt, da je nach Modell die Anschlußmöglichkeiten variieren. Daher bitte passende Ringösen o.ä. besorgen und an den beiden Stromversorgungskabeln anbringen.


Über das rote Kabel einen passend abgelängten Schutzschlauch schieben, er schützt das Pluskabel vor Beschädigung.


DIE KABEL NOCH NICHT AN DIE AUTOBATTERIE ANKLEMMEN!


Zum Bedienen der induktiven Heizung ist ein 1-poliger Schalter nötig. Diesen solltest Du Dir nach Deinem persönlichen Geschmack schon besorgt haben. Der Schalter darf jedoch nicht ungewollt betätigt werden können. Die Belastbarkeit der Kontakte spielt praktisch keine Rolle, da nur ein paar Milliampere geschaltet werden müssen. Sehr gut eignen sich zum Beispiel die Originalschalter deines Autoherstellers für Zusatzfunktionen, z.B. Nebelscheinwerfer, Alarmanlage, Zusatzhorn, Sitzheizung etc.) Die kann man ohne Bohren statt einer Abdeckkappe ins Armaturenbrett einsetzen.


Ok, nun die dünne Zwillingsleitung an den Schalter anschließen, an das andere Ende je eine kleine Aderendhülse. Der Schalter einbauen, das Kabel sorgfältig verlegen, durch eine Tülle führen und an die beiden mit "SW" wie "Switch" bezeichneten Klemmen anschließen.


Ein Kabel ist jetzt noch übrig, nämlich (hoffentlich) das dicke zweiadrige Kabel für die Düsen. An beiden Enden den Kabelmantel ca. 10 cm entfernen (ohne dabei die Silikonisolation der Adern zu beschädigen). An das eine Ende die großen Aderendhülsen montieren und dieses Ende durch eine Tülle schieben und mit der rotbraunen Ader an "LA" und der blauen Ader an "+B" anklemmen. Die Klemmenschrauben gut festziehen!


Jetzt das Kabel vom Gehäuse weg auf kürzestem Wege zur nächstliegenden Einspritzdüse führen. Allerdings nicht ganz stramm, denn der Motor bewegt sich ja etwas. Das Kabel ohne es zu verdrillen stramm um den Düsenhalter wickeln, und zwar am besten im Bereich zwischen Zylinderkopf und den Leckölstutzen. Du solltest versuchen, mindestens 5 Windungen aufzulegen, wenn mehr draufgehen ist es umso besser. Klappt das nicht, kannst Du auch eine Windung oberhalb der Leckölleitung plazieren, aber auf gar keinen Fall das Kabel über die Einspritzleitung legen. Das Kabel von Düse zu Düse weiterführen, dabei immer die gleiche Windungsanzahl auflegen. Das Kabel darf sich nicht von selber wieder lösen, daher ggf. mit etwas Silikonkleber die Windungen fixieren. Keine Kabelbinder verwenden, sie werden bei großer Hitze weich. Keinen Draht zum Fixieren verwenden!


Soll der HD-Teil der Einspritzpumpe mit beheizt werden, das Kabel nach der letzten Düse zur ESP führen und 10-15 Windungen sauber und ohne es zu verdrillen nebeneinander um den Außenumfang des HD-Teils legen. Hier auf jeden Fall mit Kabelbindern die Wicklung sichern und mit Silikonkleber fixieren. Kabelbinder sollten hier halten, denn die ESP wird nicht so heiß wie die Düsen. Auch hier keinen Draht zum Fixieren verwenden.


Das nun noch freie Ende des Kabels sorfältig wieder zur Schaltung führen, passend ablängen und durch die letzte freie Tülle schieben. Die Adern abisolieren und mit den restlichen 2 Aderendhülsen versehen. Die montierten Aderendhülsen mit etwas Klebeband isolieren.


Beim Verlegen des Kabels zwischen Düsen, ESP und Schaltung dürfen z.B. Plastikteile, Gummischläuche usw. ohne Weiteres zum Fixieren verwendet werden, jedoch niemals die Kabel z.B. durch die Kranösen des Motors führen. Diese würden sonst ebenfalls erwärmt. Das Kabel nicht parallel zu Kabelbäumen verlegen. Das Kabel außerdem nicht entlang scharfer Kanten verlegen und nicht scharf knicken. Am besten also mehr oder weniger "freischwebend" ohne vermeidbaren Kontakt zu Metallteilen und anderen Kabeln.


Jetzt die Schaltung in Betrieb nehmen: Dazu muß zunächst der Schalter im Armaturenbrett ausgeschaltet sein. Jetzt den Trimmer auf der Platine links herum (also gegen den Uhrzeigersinn) bis zum Anschlag drehen. Die Versorgungskabel an die Batterie anklemmen. Wenn es jetzt schon raucht, ist mit Deiner Verdrahtung etwas nicht in Ordnung.


Den Schalter im Armaturenbrett einschalten. Raucht es jetzt, hast Du die Bauteile falsch eingelötet oder einen Kurzschluß fabriziert.


Klemme "LB" festdrehen (obwohl hier noch nichts angeschlossen ist). Eine x-beliebige 12V-Glühlampe Deines Autos oder besser noch einen Spannungstester mit einer kleinen 12V-Glühbirne drin zwischen den Pluspol der Batterie und den Schrauben der Klemmen "LA" bzw. "LB" halten. Aufpassen, daß Du keinen Kurzschluß baust! Die Lampe muß jetzt sowohl an Klemme "LA" als auch an Klemme "LB" mit etwa halber Helligkeit im Vergleich zum direkten Anschluß an die Batterie brennen. Brennt sie gar nicht, kann der Thermoschalter ein Problem haben oder der Schalter im Armaturenbrett geht nicht, ansonsten bitte die Schaltung prüfen. Brennt sie an einer der Klemmen mit voller Helligkeit, ist wahrscheinlich einer der Transistoren des entsprechenden Zweigs defekt. Brennt sie an beiden Klemmen mit voller Helligkeit, könnten das IC oder mehrere Transistoren defekt sein.


Den Schalter im Armaturenbrett ausschalten. Jetzt darf die Prüflampe zwischen dem Pluspol der Autobatterie und Klemme "LA" bzw. "LB" nicht mehr brennen. Wenn doch, bitte die Verdrahtung und die Zuleitung des Schalters prüfen.


Das Pluskabel zur Autobatterie wieder abklemmen. Jetzt das noch freie Ende des Heizkabels anschließen: Klebeband entfernen und die rotbraune Ader an "+A" und die blaue an "LB" anklemmen.


So, jetzt am besten in aller Ruhe einen Kaffee trinken und/oder eine Zigarette rauchen und dabei den Rücken wieder geradebiegen. Dann nochmal genau den korrekten Anschluß der Kabel checken.


Bitte nochmal vergewissern daß das Trimmpoti ganz nach links gedreht ist. Jetzt das Pluskabel zur Autobatterie wieder anklemmen.


Den Schalter im Armaturenbrett einschalten und nach ca. 2 Sekunden wieder ausschalten. Steigen Rauchzeichen auf oder die Streifensicherung ist durchgebrannt, liegt der Fehler höchstwahrscheinlich in der Verdrahtung des "Heizkabels" zu den Düsen bzw. der ESP.


Bitte mit einem nassen Zeigefinger die Plastikgehäuse der Transistoren berühren, sie dürfen nicht heiß sein, maximal handwarm.


Als nächstes den Schalter im Armaturenbrett wieder einschalten und in Abständen von ca. 10 Sekunden abwechselnd mit dem nassen Zeigefinger die Wärmeentwicklung bei den Düsenstöcken (und der evtl. beheizten ESP) sowie der Plastikgehäuse der Leistungstransistoren prüfen. Wahrscheinlich wirst du jetzt kaum eine Erwärmung bemerken, denn der Trimmer ist ja noch auf Minimalleistung eingestellt. Die Schaltung bis zum Abschalten des Thermoschalters laufen lassen, jedoch maximal 2 Minuten. Den Schalter im Armaturenbrett wieder ausschalten.


Zum nun folgenden "Power-Test" solltest du entweder eine neuwertige, voll geladene Autobatterie haben oder notfalls ein Starthilfekabel und einen Spenderakku.


Den Schalter im Armaturenbrett wieder einschalten. Jetzt mit einem kleinen Schraubendreher ganz langsam das Trimmpoti nach rechts drehen, immer nur ca. 10 Grad pro 5 Sekunden. Während dessen immer die Temperatur der Düsen und der Transistorgehäuse prüfen. Zusätzlich mit dem nassen Finger die Temperatur der Streifensicherung prüfen (etwa in der Mitte der Sicherung). Sobald sich die Sicherung etwas erwärmt, ist der Nennstrom der Sicherung erreicht. Dann bitte das Trimmpoti in dieser Stellung stehen lassen.


Du solltest innerhalb von 1-2 Minuten die Düsenstöcke gut warm bekommen. Klappt das nicht mit der eingebauten Sicherung, jeweils die nächste Größe einsetzen und damit das Trimmpoti weiter aufdrehen. Während Du testest, immer die Gehäusetemperatur der Tansistoren prüfen. Nach einer gewissen Zeit wird der Thermoschalter abschalten. Dann das Ganze abkühlen lassen und weiter geht’s. Niemals zwei Streifensicherungen parallel einbauen!


Das Verhältnis zwischen dem Temperaturanstieg der Düsenstöcke und dem HD-Teil der ESP kannst du mit der Windungszahl variieren. Bleibt die ESP zu kühl, mehr Windungen um die ESP legen. Dabei ändert sich aber die Gesamtleistung, so daß Du wieder etwas nachregeln mußt.


Damit sich nichts losrappelt, alle Schrauben nach erfolgreicher Inbetriebnahme mit Loctite Schraubensicherung oder notfalls Sekundenkleber festkleben. Den Kleber zwischen das Gewinde und die Mutter laufen lassen, dabei sparsam dosieren, sonst bekommt man die Schraube nie wieder los.


Zum Schluß die Kabeldurchführungen und das Gehäuse mit Silikon gegen Feuchtigkeit abdichten und das Gehäuse zuschrauben, dabei die Kabel nicht einquetschen.


Der Kaltstart sollte mit induktiver Heizung wie folgt aussehen:

  • Induktive Heizung einschalten und je nach Wetter die erforderliche Heizzeit abwarten
  • Induktive Heizung ausschalten
  • Motor wie gewohnt vorglühen und anlassen

Bitte nicht gleichzeitig induktiv heizen und vorglühen/anlassen, die Belastung für die Autobatterie wird sonst zu groß. Wenn der kalte Motor angesprungen ist, kann bei Bedarf noch etwas weiter geheizt werden. Dabei nicht vergessen, die Heizung wieder abzuschalten !!!! Bitte nicht beim betriebswarmen Motor induktiv heizen. Das bedeutet unnötigen Spritverbrauch und die Düsen sowie die Kabel um die Düsen könnten Schaden nehmen.


 


Viel Spaß und allzeit "Gut Pöl" wünschen Euch Gary und Christian!


rerorust 9.8.2009 10:45